Vom Wert des Abfalls
Wie Phönix aus der Asche. So sollten unseren Müllhalden neue Produkte entsteigen. Eine gute Idee, der Recyclinggedanke. Schließlich nützt weniger Müll nicht nur der Umwelt, sondern auch den Unternehmen, denn Rohstoffe kosten Geld. Je seltener und je nachgefragter sie sind, desto mehr kosten sie auch. Also gilt es, möglichst viel der kostbaren Stoffe nach Gebrauch wieder zu verwenden. Doch das ist nicht so einfach, wie es sich anhört, denn für viele Verarbeitungsprozesse braucht man möglichst reines Material, das heißt, die Müll- oder Stofftrennung muss möglichst gut organisiert sein. In Deutschland gehören wir in dieser Hinsicht zu den Musterschülern, obwohl es durchaus noch Potenzial gibt. So liegt zum Beispiel nur bei wenigen Metallen wie Eisen und Platin die Recyclingquote bei über 50 Prozent. Deutschland spart durch Recycling im Rahmen der Kreislaufwirtschaft Rohstoffimporte im Wert von rund 3,7 Milliarden Euro ein. Der Trend geht ganz klar vom Verwerter zum Rohstofflieferanten. Unternehmen werden zu Rohstoffbanken.Manche Experten gehen schon einen Schritt weiter: Warum erst Müll produzieren, wenn es auch anders geht? Prof. Dr. Michael Braungart und seine Mitstreiter, zu denen mittlerweile einige renommierte mittelständische Unternehmen wie Trigema und Bionorica zählen, setzen auf das Prinzip Cradle to Cradle – von der Wiege zur Wiege. Danach werden nur noch Stoffe verwendet, die später entweder verrotten oder komplett für neue Produkte wieder verwendet werden können. „Produkte müssen so beschaffen sein“, lautet die Forderung von Braungart, „dass sie am Ende ihres Lebenszyklus von den Herstellern zurückgenommen und aus ihnen neue Produkte entstehen können.“ Der vollständige Artikel:
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