Sonntag, 05. September 2010
Cover: Kusrbuch Datenschutz

Jetzt im Buchhandel

Das „Kursbuch Datenschutz – Der Ratgeber gegen den Röntgenblick“ ist im Mankau-Verlag erschienen, kostet 15 Euro und ist im Buchhandel erhältlich.

Worum es geht

Die Arbeit an diesem Buch war für mich und meinen Kollegen Michael Brückner eine spannende Sache. Wenn man sich näher mit dem Thema Datenschutz befasst, entdeckt man, dass es zum einen fast unmöglich ist, die eigenen Daten wirklich umfassend zu schützen, es sei denn, man verzichtet auf alle Segnungen des modernen Lebens wie Handy, Kreditkarte etc. Und selbst dann sind wir durch Gesetze gezwungen, unsere Daten für die verschiedensten Zwecke herauszugeben, zum Beispiel, wenn wir einen Ausweis brauchen, ein Konto eröffnen wollen etc. Und: Daten sind extrem wertvoll. Der Staat, Banken, Versicherungen, Versandhäuser, Marktforscher, Telekommunikationsdienstleister sind alle gierig nach unseren Daten. Wir machen es ihnen leicht, heranzukommen, weil wir überall deutliche Spuren hinterlassen, besonders im Internet. Wir nutzen Kreditkarten, Payback-Karten und Handys. Die sich schnell entwickelnde Computertechnik unterstützt die Datensammler in ihrer Sammelwut.

Und noch etwas ist uns aufgefallen: Vielen Leuten ist es anscheinend gar kein Anliegen, ihre Daten zu schützen bzw. sorgsam damit umzugehen. Unbekümmert stellen sie ihr Leben auf Facebook oder in anderen Foren zur Schau - völlig vergessend, dass das Internet nichts vergisst. Was drin ist, bleibt drin. Nicht darüber nachdenkend, welche Folgen das Partybild bei der Stellensuche in zwei Jahren haben kann.

Datenschutz - ja bitte

Anfang der 80er-Jahre haben sich die Bürger mit Vehemenz gegen die Volkszählung gewehrt. Sie musste zunächst einmal abgesagt werden. Aus heutiger Sicht betrachtet, wirkt die Volkszählung von Anfang der 80er fast schon lächerlich. Damals verfügte der Staatsapparat schließlich noch nicht einmal über einen Bruchteil der heutigen Möglichkeiten zur digitalen Datenverarbeitung. Das Internet war noch gar nicht existent. Heute zeigt sich der Widerstand gegen die Aushöhlung der Datenschutzgesetze eher müde. Politiker verschanzen sich gerne hinter der Terrorbekämpfung, wenn wieder einmal der Überwachungsstaat zuschlägt. Hoffen lässt die große Demonstration in Berlin mit 20.000 Teilnehmern vom 12. September.

Unser Buch zeigt, wer was sammelt. Wir beleuchten die Hintergründe und liefern praxiserprobte Tipps und bewährte Strategien gegen den Datenklau und zum Schutz der Privatsphäre.

Reinlesen

"Deutschland gehört zu jenenStaaten Europas mit der höchsten Abhör- und Überwachungsrate." (Privacy International)

"Beamte wollen Macht, immer mehr Macht." (Helmut Schmidt, ehem. Bundeskanzler)

"Der Deutsche ist auf dem Weg zum gläsernen Bürger." (Peter Schaar, Bundesdatenschutzbeauftragter)

"Sie glauben doch nicht im Ernst, dass sich Terroristen von der staatlichen Onlinedurchsuchung abschrecken lassen." (Thomas Maus, IT-Sicherheitsexperte aus Karlsruhe in der Stuttgarter Zeitung)

Das erwartet Sie

Kapitel I: Big Brother kommt auf Samtpfoten

Der Datenhunger von Staat und Wirtschaft nimmt ständig zu. Der Staat nützt die Terrorbekämpfung für die Ausspähung der Bürder, die sich kaum wehren.

Kapitel II: Der unstillbare Datenhunger des Staates

BKA-Gesetz, Vorratsdatenspeicherung, Videoüberwachung, Kontoschnüffelei: Der Überwachungsstaat ist längst Realität.

Kapitel III: Halali auf den Verbraucher

Via Rabattsysteme, Kundenkarten, Handy, Gewinnspiele und Marktforschung wird das Konsumverhalten der Verbraucher ausgespäht. Datenhandel ist ein Zukunftsmarkt.

Kapitel IV: Der Röntgenblick von Banken & Co.

Was Versicherungen über Sie wisen, wie Scoring-Punkte über Ihre Bonität entscheiden - und weshalb Banken unbedingt an Ihr Giofkonto wollen.

Kapitel V: Der freiwillige Daten-Exhibitionismus

Der freiwillige Daten-Striptease im Web 2.0 birgt viele Risiken, die sich die meisten Surfer, Chatter und Blogger nicht bewusst machen. Etwas mehr Zurückhaltung ist empfehlenswert.

Kapitel VI: Datenschutz in Europa

Wie Brüssel regelmäßig vor Washington einknickt, wo in Europa die meisten Daten gesammelt werden und weshalb Sie von der EU nicht viel erwarten sollten.

Sonderteil: Kinder und Jugendliche im Internet

Was Kinder und Jugendliche im Netz treiben, bringt sie nicht selten in ganz reale Gefahr. Eltern können Einiges zu ihrem Schutz tun.

Ein praktischer Info-Container mit Glossar, Web-Links und Literatur-Tipps am Schluss des Buches sorgt für schnelle Information.

Besuchen Sie unser Forum zum Buch

Sie können über das Thema Datenschutz mit uns diskutieren. Besuchen Sie unser Forum zum Buch unter www.mankau-verlag.de oder schreiben Sie mir eine Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 
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