„Sparen ist endlich. Man muss Geld verdienen.“Diesen Satz sagte ein CFO zu seiner Assistentin. Ein bemerkenswerter Satz, wie ich finde. Er zeigt, dass Sparen nicht der Weisheit letzter Schluss ist, auch wenn es durchaus Situationen gibt, in denen ein Unternehmen sparen muss. Und er sagt, was die eigentliche Aufgabe eines jeden Unternehmens ist: Geld verdienen. Wert schaffen.
Doch für viele Unternehmen ist es anscheinend leichter, zu sparen als Geld zu verdienen. Mitunter beschäftigen sie sich lieber solange mit sich selbst und der Diskussion über ihre Sparmaßnahmen, dass das operative Geschäft nahezu völlig zum Erliegen kommt. Dabei ist sinnvolles Sparen durchaus ein Weg, Liquidität zu schaffen, um flüssig zu bleiben für die Maßnahmen, die tatsächlich Ertrag schaffen. Doch dafür braucht man einen Plan, eine Strategie. Sparen um des Sparen willens ist jedoch keine Strategie, sondern eine Verzweiflungstat, weil man eigentlich nicht weiß, wo man hin will, was das Ziel des Ganzen ist. In Krisenzeiten ist eine Strategie das Wichtigste überhaupt. Denn nur diejenigen werden gestärkt aus der Krise hervorgehen, die ein klares Ziel verfolgen, ein Ziel, das es ihnen erlaubt, genau das zu verkaufen, was ihre Kunden sich wünschen. Um bei den Besten zu sein, reicht es heute nicht mehr aus, das anzubieten, was die ganze Branche im Angebot hat. Man muss darüber hinausgehen, anders sein, außergewöhnlich. Professor Arnold Weissman, Gründer des Beratungsunternehmens Weissman und Cie in Nürnberg, hat dafür den einfachen und plakativen Satz „Be different or die“ geprägt. Doch anders zu sein, erfordert Kreativität und Mut zur Veränderung. Aber Veränderung liegt eigentlich nicht in der menschlichen Natur. Der Mensch beharrt gerne auf Gewohntem. Doch wer stehen bleibt, dem bleibt nur noch die Möglichkeit zu sparen, auf Teufel komm raus und ohne tatsächlichen Ertrag für das Unternehmen.
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