Gedankensplitter

In meinen Gedankensplittern stelle ich Ihnen Themen vor, die sich aus meiner Arbeit ergeben, die ich besonders interessant finde, Anstöße, über die sich das Nachdenken lohnt.

Wenn Sie mit mir darüber diskutieren wollen... Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Obwohl ich inzwischen längst erwachsen bin, verheiratet und einen eigenen Haushalt habe, verbringe ich den Heiligen Abend jedes Jahr bei meinen Eltern. Auch meine Geschwister mit ihren Männern beziehungsweise Frauen und Kindern sind da. Lediglich solange die Kinder klein sind, wird dieses Ritual unterbrochen und im eigenen Heim gefeiert. Keiner von uns würde auf die Idee kommen, am Heiligen Abend nicht zu Hause, bei den Eltern, zu sein.

Jedes Frühjahr ist es das gleiche: Der Blütenstaub kombiniert mit allem anderen Staub sammelt sich auf Möbeln, Büchern und allen Gegenständen. Also hieß es abstauben. Eigentlich eine Tätigkeit, die ich nicht besonders gerne mache und deshalb versuche ich immer, sie zuerst aufzuschieben und dann möglichst schnell hinter mich zu bringen. Warum es dieses Mal anders war, weiß ich nicht – vielleicht weil ich nicht in Hetze war.

Jetzt hat die Gleichberechtigung also auch Baden-Württemberg erreicht. Das Studentenwerk soll auch hier Studierendenwerk heißen. Studentinnen und Studenten werden fortan unter dem Begriff Studierende zusammengefasst. Zusammengefasst? Ist das nicht wieder eine Form der Benachteiligung? Dürfen wir dann künftig „die Studierenden“ statt „Studentinnen und Studenten“ sagen und schreiben?

Manchmal entdeckt man durch Zufall Orte, an denen man sich spontan wohlfühlt und an die man immer wieder zurückkehrt. Das Hotel Bellavista ist ein solcher Ort für mich. Wir entdeckten es durch Zufall: ein kleines, familiengeführtes Boutique-Hotel hoch über dem Comer See in Brunate. Die Lage ist fantastisch, die Zimmer sind wunderschön restauriert, das Essen ist gut und man kann sehr schön wandern von dort aus. Doch das, was das Hotel Bellavista wirklich von anderen unterscheidet, sind die Menschen, die Familie Cavallanti.

Ich gebe es zu: Ich bin ein Fan von Prof. Manfred Spitzer, Hirnforscher und Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm. Sein Vortrag „Ist Kreativität lernbar? Erkenntnisse aus der Hirnforschung“ auf dem Kommunikationskongress in Berlin am 28. September war also eher Vergnügen als Pflicht. Der Professor bescherte seinen Zuhörern wieder jede Menge neue Erkenntnisse über die Art und Weise wie der Mensch lernt und natürlich über das Gehirn. Zum Beispiel, dass der Mandelkern uns dazu bringt, ganz eng auf eine Sache zu fokussieren, wenn wir Angst haben.

Gestern habe ich mir den Nachmittag frei genommen, um endlich einmal die neue Stuttgarter Stadtbibliothek am Mailänder Platz zu besichtigen. Und ich war begeistert. Was für ein Unterschied zu den muffigen Bibliotheken, die ich aus meiner Studentenzeit kenne und was für eine wunderbare Architektur. Wenn man im obersten Stockwerk steht und in den Kubus mit seinen Treppen hinabschaut, fühlt man sich zwischen Harry Potter und einem Gemälde von Escher, nur viel aufgeräumter und übersichtlicher.

Am 1. und 2. Dezember habe ich das World Creativity Forum 2009 besucht. Es stand unter dem Motto „...where creativity meets technology“. Seit 2004 findet die Veranstaltung des internationalen Netzwerks „Districts of Creativity“, in dem sich die 13 innovativsten und kreativsten Regionen der Welt zusammengeschlossen haben, einmal jährlich in einer anderen Region statt. Rund 2.000 Teilnehmer aus aller Welt haben sich dieses Mal in Ludwigsburg zum Austausch über die neuesten Entwicklungen in der Kreativwirtschaft getroffen und Kontakte angebahnt oder weiter entwickelt.