Gedankensplitter

In meinen Gedankensplittern stelle ich Ihnen Themen vor, die sich aus meiner Arbeit ergeben, die ich besonders interessant finde, Anstöße, über die sich das Nachdenken lohnt.

Wenn Sie mit mir darüber diskutieren wollen... Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Faszien sind ja derzeit in aller Munde. Es gibt Bücher mit Fasziengymnastik zuhauf. Ich habe mir nie Gedanken über Faszien gemacht, bis meine Mutter Rückenschmerzen bekam und sich kaum noch fortbewegen konnte. Schließlich landete sie bei dem FDM-Spezialisten Matti Pröfrock. Schon nach einer Behandlung ging es ihr viel besser. Jetzt hat ein Kollege von Matti Pröfrock, der Erlanger Georg Grasser, ein Buch mit dem Titel „Faszinierend schmerzfrei“ veröffentlicht. Ihm geht es nicht um Gymnastik, sondern er möchte den Lesern dabei helfen, ihre Rückenschmerzen schnell und unkompliziert los zu werden – mit FDM.

Viele Leute spielen mit dem Gedanken, auszuwandern, aber nur wenige tun es. Freunde von uns haben es tatsächlich getan: Im Sommer 2015 haben Heather und Helmut von Stackelberg ihr Haus verkauft und sind mit Sack und Pack nach Südfrankreich übergesiedelt. Dort haben sie sich am Rande eines kleinen Orts im Departement Gers ein altes Steinhaus gekauft mit viel Land drum herum.

In meiner Tageszeitung schrieb irgendjemand über das Wetter an Ostern. Er schrieb aber weder über das „herrliche Wetter“ oder das „sommerliche Wetter“ – nein, er schrieb über das „Flip-Flop-Wetter“. Flip-Flops sind diese Schlappen, die man früher nur am Strand trug, bei denen ein Steg zwischen die Zehen geklemmt wird. Mein erster Gedanke war: Verfall der Sprache!

Obwohl ich inzwischen längst erwachsen bin, verheiratet und einen eigenen Haushalt habe, verbringe ich den Heiligen Abend jedes Jahr bei meinen Eltern. Auch meine Geschwister mit ihren Männern beziehungsweise Frauen und Kindern sind da. Lediglich solange die Kinder klein sind, wird dieses Ritual unterbrochen und im eigenen Heim gefeiert. Keiner von uns würde auf die Idee kommen, am Heiligen Abend nicht zu Hause, bei den Eltern, zu sein.

Jedes Frühjahr ist es das gleiche: Der Blütenstaub kombiniert mit allem anderen Staub sammelt sich auf Möbeln, Büchern und allen Gegenständen. Also hieß es abstauben. Eigentlich eine Tätigkeit, die ich nicht besonders gerne mache und deshalb versuche ich immer, sie zuerst aufzuschieben und dann möglichst schnell hinter mich zu bringen. Warum es dieses Mal anders war, weiß ich nicht – vielleicht weil ich nicht in Hetze war.

Jetzt hat die Gleichberechtigung also auch Baden-Württemberg erreicht. Das Studentenwerk soll auch hier Studierendenwerk heißen. Studentinnen und Studenten werden fortan unter dem Begriff Studierende zusammengefasst. Zusammengefasst? Ist das nicht wieder eine Form der Benachteiligung? Dürfen wir dann künftig „die Studierenden“ statt „Studentinnen und Studenten“ sagen und schreiben?

Manchmal entdeckt man durch Zufall Orte, an denen man sich spontan wohlfühlt und an die man immer wieder zurückkehrt. Das Hotel Bellavista ist ein solcher Ort für mich. Wir entdeckten es durch Zufall: ein kleines, familiengeführtes Boutique-Hotel hoch über dem Comer See in Brunate. Die Lage ist fantastisch, die Zimmer sind wunderschön restauriert, das Essen ist gut und man kann sehr schön wandern von dort aus. Doch das, was das Hotel Bellavista wirklich von anderen unterscheidet, sind die Menschen, die Familie Cavallanti.