Dr. Hubertus Porschen, Unternehmer und Keynote Speaker zum Thema Digitalisierung, veröffentlicht am 22. Oktober sein Buch mit dem Titel „Digitaler Suizid. Warum wir vom Hightech-Standort zum Entwicklungsland verkommen und was wir dagegen tun können“. Jetzt konnte ich ein Vorabexemplar lesen.

Ich habe Dr. Porschen zum ersten Mal auf einer Veranstaltung des Unternehmermagazins „Die News“ erlebt. Damals hat er mich vor allem durch die Leidenschaft für sein Thema begeistert. Er nahm kein Blatt vor den Mund, sprach unbequeme Wahrheiten aus und ließ sein Publikum ein bisschen atemlos zurück. Wie auch in seinem Buch war Digitalisierung sein Thema. Er führte seinen Zuhörern die Versäumnisse in den Unternehmen, in Bildung und Politik vor Augen und forderte zu schnellem Handeln auf.

Digitaler Suizid
Digitaler Suizid

Für eine gute Zukunft

Das tut er auch in seinem Buch. Er legt den Finger in offene Wunden und nennt die Dinge beim Namen. Deutschland stehe bei der Digitalisierung und anderen Zukunftstechnologien nicht an der Spitze, sondern hänge im unteren Mittelfeld fest, schreibt er. Glasfaserausbau, Rahmenbedingungen für Gründung und Innovation, digitale Verwaltung, neue Geschäftsmodelle und digitale Bildung – überall hinke Deutschland hinterher. Doch bei der Benennung der Defizite belässt es der Autor nicht. In vier von sechs Kapiteln macht er Vorschläge, wie wir es künftig besser machen könnten. Dabei nimmt er sich speziell die Themen Bildung, Unternehmertum und Politik vor. Im letzten Kapitel entwickelt er seine eigene Zukunftsagenda für Deutschland.

Für mich ist „Digitaler Suizid“ ein Buch, das aufrüttelt, aber auch Mut macht, denn Dr. Porschens Vorschläge sind konkret und machbar, was er immer wieder durch Beispiele aus Unternehmen und anderen Ländern beweist. Oder wie es Karl Theodor zu Guttenberg in seinem Vorwort schreibt: „Wie wohltuend ist es, mit diesem Buch eine Stimme zu vernehmen, die Wissen und Erfahrung mit Vorschlägen verknüpft, wie der politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Einfallslosigkeit in digitalen Dingen in unserem Land wirkkräftig begegnet werden kann.“

Mit Bonus-Material

Das Buch liest sich gut, besonders die kleinen Geschichten aus dem Alltag des Autors sorgen für Kurzweil. Über QR-Codes im Buch kommt man zu weiterführendem Material. Darüber hinaus bietet das Buch mehr als die Ansichten eines Einzelnen. Dr. Porschen hat eine ganze Menge Leute aus Wissenschaft, Politik, Bildung und Wirtschaft interviewt, die immer wieder zitiert werden. Am Ende des Buches finden sich QR-Codes, mit denen man zu Vollversionen aller Interviews gelangt.

Sehr interessant auch die Website des Autors Dr. Hubertus Porschen: hubertusporschen.com

Digitaler Suizid von Dr. Hubertus Porschen, Status Verlag, ISBN 978-3-942924-30-6,
Printausgabe 29,90 €, E-Book 17,90 €